Vom Trenchcoat zum Badeanzug: Burberry taucht ab
Mit der ersten Zusammenarbeit von Burberry und Hunza G wird aus Outerwear plötzlich Swimwear. Hunza G bringt Crinkle, Stretch und Bademode ins Spiel, Burberry ergänzt das mit seinen klassischen Codes.

Fotoa: Burberry
Burberry geht baden. Im guten Sinne. Statt Mantelkragen und Dauerregen jetzt nackte Schultern, salzige Haut und Stretchstoff. Der Anlass ist eine Zusammenarbeit mit Hunza G, einer Marke, die seit Jahrzehnten genau das Gegenteil von Burberry verkörpert: Hitze statt Nässe, Körper statt Schutzschicht. Hunza G liefert seine bekannten Schnitte, diese extrem dehnbaren Teile, die sich nicht groß um Größen kümmern mit dem sehr spezifischen 80er-/90er-Crinkle-Look. Burberry bringt Farbe und Codes rein. Schwarz, Weiß, Rot, ein dunkles Braun, das irgendwo zwischen elegant und sommerlich hängt. Der charakteristische Check taucht auf, aber zurückhaltend, eher wie ein leises Zitat.
Ein Detail bleibt sofort hängen: das neue Logo. Burberry hat sein eigenes Symbol einmal komplett unter Wasser geschickt. Aus dem Ritter wird ein Seepferdchen, halb Maskottchen, halb ironischer Kommentar auf die eigene Geschichte. Es trägt ein „B“ wie ein kleines Schutzschild vor sich her, nur dass es hier nichts abzuwehren gibt. Eher ein Augenzwinkern: Wir können auch anders. Was man spürt: Das Ganze ist nicht aus Zwang entstanden. Kein „Wir brauchen jetzt unbedingt Swimwear“, kein hektischer Versuch, auf einen Trend aufzuspringen. Und vielleicht ist das der eigentliche Reiz: Diese Kollaboration will nicht größer sein, als sie ist. Kein ikonischer Moment, der Modegeschichte schreibt. Sondern eher so ein kleiner Richtungswechsel. Burberry ohne Regen, Hunza G mit einem Hauch Tradition. Funktioniert besser, als man denkt.







