Meer erleben
Die Kreuzfahrt von morgen beginnt jetzt: Luxuriöse Suiten, private Rückzugsorte und spektakuläre Routen machen die neuen Schiffe 2026 zu schwimmenden Traumwelten.
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Wenn man im Spätherbst durch die Docks von Saint-Nazaire geht, riecht es nach Farbe, Metall und Meer. Zwischen den gewaltigen Kränen steht ein weißer Rumpf, 333 Meter lang, von Scheinwerfern angestrahlt wie ein Bühnenbild der Zukunft. Noch trägt das Schiff keine Gäste, doch in den nächsten Monaten wird es zur Hauptdarstellerin eines neuen Kreuzfahrtkapitels: die „MSC World Asia“. Ihr Name klingt nach Fernweh – und ihr Konzept zielt genau darauf ab.
Ende 2026 soll sie als drittes Schiff der World-Class-Serie in Dienst gehen – größer, effizienter und spektakulärer. Über 6.700 Passagiere wird sie aufnehmen, doch sie soll nicht nach Masse aussehen. Ihr Innenleben erzählt von Eleganz, Weite und Weltkultur: asiatisch inspirierte Formen, sanfte Farben, feine Lichtinstallationen. Das Interieur nimmt Anleihen an fernöstlicher Architektur und Ästhetik.
Im Mittelpunkt steht der MSC Yacht Club, das „Schiff im Schiff“-Konzept von MSC Cruises: 9.900 Quadratmeter groß, mit eigenem Sonnendeck, Pool- und Grillbereich, privater Lounge, Restaurant und Butlerservice rund um die Uhr. 144 Suiten in sieben Kategorien bilden den luxuriösesten Rückzugsort, den die Flotte je gebaut hat – so auch die neue „Royal Maisonette“-Suite, eine zweistöckige Residenz mit 53 Quadratmetern, zwei Schlafzimmern, zwei Marmorbädern und einem elf Quadratmeter großen Balkon mit Whirlpool. Alle MSC-Yacht-Club-Gäste genießen Premium-Getränke, unbegrenztes WLAN, bevorzugtes Ein- und Ausschiffen, Zugang zum „Aurea Spa“ und eigens kuratierte Landausflüge. Dabei können die Club-Gäste etwa in Grasse in einer historischen Parfumfabrik ihr eigenes Eau de Cologne komponieren oder werden während eines exklusiven Kochkurses in Santa Margherita Ligure in die Geheimnisse des weltberühmten Pesto alla genovese eingeweiht. Ab dem 4. Dezember 2026 wird die „MSC World Asia“ auf siebentägigen Routen im Mittelmeer unterwegs sein – zwischen Barcelona, Marseille, Messina, Civitavecchia und Valletta.
Wer nicht so lange warten will, kann die Zukunft der Marke schon jetzt erleben – auf der „MSC World America“, die im Frühjahr in Miami getauft wurde. Sie ist das Schwesterschiff und wird vor allem in der Karibik eingesetzt.
Ein Blick in die Zukunft
2026 wird ein Jahr der Premieren – ein Schaufenster dessen, was Seereisen künftig sein wollen. Die „Explora III“, das dritte Mitglied der jungen Luxusflotte von Explora Journeys, wird im Sommer 2026 zu ihrer Jungfernfahrt aufbrechen. Gourmetrestaurants, Bars und ein Spa formen eine Atmosphäre zwischen Boutique-Resort und Privatyacht. Das Schiff bietet ein Passagier-zu-Crew-Verhältnis, das einen aufmerksamen Service garantiert: Auf maximal 922 Gäste kommen 640 Crewmitglieder. Die „Explora III“ mit ihren 463 Suiten – alle mit privater Terrasse – wird in der Werft Fincantieri im italienischen Genua gefertigt und ist das erste Schiff der Flotte,
das vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird.
Auch der französische Hotelkonzern Accor wagt sich 2026 aufs Meer: Mit der „Orient Express Corinthian“ entsteht der größte Segelkreuzer der Welt: drei Masten, 220 Meter Länge, 54 luxuriöse Suiten mit einer Durchschnittsgröße von rund 70 Quadratmetern, jede mit Meerblick – die „Corinthian“ ist eher schwimmendes Grandhotel als Schiff. Bei idealem Wind fährt das Schiff ohne Motorunterstützung, technisch betrachtet ist es jedoch ein Hybrid. Der Segelcharakter sorgt für ein besonderes Ambiente, das klassische Eleganz mit modernem Komfort verbindet.
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Bewegung in den US-Markt bringt im Frühjahr 2026 die „Norwegian Luna“ – als neues Schiff der Prima Class kombiniert es moderne Architektur mit einem Touch Abenteuer: Zu den Highlights zählen der Aqua-Slidecoaster, die erste hybride Achterbahn-Wasserrutsche auf See, sowie „The Drop“ – eine zehnstöckige Free-Fall-Wasserrutsche. Ab April bricht die „Norwegian Luna“ ab Miami auf, um die Karibik in ihrer ganzen Vielfalt zu zeigen. Auf der westlichen Route laden Roatán in Honduras, die mexikanischen Küstenperlen Costa Maya und Cozumel sowie die exklusive Resortinsel von NCL in Belize, Harvest Caye, zum Entdecken ein; auf der östlichen Route warten Tortola in den Britischen Jungferninseln, St. Thomas (US-Jungferninseln) und die private Insel Great Stirrup Cay auf den Bahamas. Das 322 Meter lange Schiff bietet Platz für 3.571 Gäste und nutzt Marinediesel als Antrieb.
Im Juli 2026 legt die „Mein Schiff Flow“ von Tui Cruises ab Palma de Mallorca zu ihren ersten Reisen ab – ein neues Schiff der „Intuition“-Klasse, das auf 333 Metern bis zu 3.984 Passagiere an Bord nimmt. Besonders ins Auge fällt die filigrane, flechtwerkartige Überdachung des 25-Meter-Außenpools auf Deck 17, die dem Schiff eine leichte, luftige Architektur verleiht. Die Routen führen zunächst durch das westliche Mittelmeer, später entlang Afrikas Küste bis in den Orient, mit Stopps in Kapstadt, Port Elizabeth, Maskat und Dubai. Die Flotte setzt auf konventionelles LNG, kann aber ebenso Bio- oder E-LNG nutzen.
Ein schwimmendes Erlebnisparadies ist schließlich die „Legend of the Seas“: Hier warten der größte Wasserpark auf See, Theater- und Showproduktionen sowie Restaurants und Lounges. Familien können in der „Surfside Family Neighborhood“ Abenteuer erleben, während Erwachsene in den ruhigeren Zonen des Aqua Dome oder in den Spa-Bereichen Entspannung finden. Ab Sommer 2026 startet das Schiff in Barcelona zu seiner Jungfernfahrt, im Winter zieht es nach Fort Lauderdale, Florida, um karibische Ziele zu erkunden.







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