L’Apogée Courchevel: Wie LA-Designerin Kelly Wearstler ihr erstes Hotel in Europa gestaltete
Das Luxushotel L’Apogée Courchevel zeigt sich nach einer umfassenden Modernisierung in neuem Gewand, geprägt von Kelly Wearstlers Handschrift. Die US-amerikanische Designerin gestaltete die Wohn- und Essbereiche neu und verband zeitgenössisches Design mit regionalen Elementen.

In den verschneiten Höhen der französischen Alpen, wo die Gipfel der Trois Vallées den Horizont markieren, präsentiert sich das Luxushotel L’Apogée Courchevel nach einer umfassenden Modernisierung. Das Haus, Teil der Oetker Collection, ließ für die Neugestaltung seiner Wohn- und Essbereiche die US-amerikanische Interior Designerin Kelly Wearstler arbeiten - ihr erstes Hotelprojekt in Europa. „Es ist etwas ganz Besonderes, dass dieses Debüt in den Alpen stattfindet,“ betont Wearstler. Die außergewöhnliche Lage habe jeden Entwurf beeinflusst. Die dramatische Landschaft, die monumentale Weite und die natürlichen Materialien der Region hätten sie dazu gebracht, Räume zu gestalten, die sich in das alpine Umfeld einfügen.
Wearstlers Konzept verbindet die klaren Formen des Brutalismus mit Materialien und Strukturen, die für die Region charakteristisch sind. Stein aus der Umgebung, verarbeitetes Holz und natürliche Textilien prägen die Räume, ergänzt durch eine gedeckte Farbpalette aus Tiefgrün, Ocker und Kaminrot. Die Gestaltung verzichtet auf dekorative Effekte. Sie folgt vielmehr einer funktionalen Logik, die den Innenräumen Struktur und Gewicht gibt, ohne die Umgebung zu verdrängen.
Ein prägnantes Element der Neugestaltung ist die Verwendung von Vintage-Möbeln und europäischen Kunstobjekten, die den Räumen Geschichte und Kontext verleihen. „Die französischen Alpen boten eine außergewöhnliche Leinwand für mein erstes europäisches Hotelprojekt,“ erinnert sich Wearstler. Die Wirkung dieser Inspiration zeigt sich in der Anordnung der Möbel, der Betonung von Texturen und der Lichtführung, die den Maßstab der Berge nach innen übersetzt. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen den klaren Linien moderner Gestaltung und den traditionellen Bezugspunkten der alpinen Architektur.
Das Hotel liegt im Bereich Le Jardin Alpin und verfügt über 20 Doppelzimmer, 33 Suiten sowie ein Penthouse. Das Chalet L’Amarante umfasst fünf En-suite-Schlafzimmer, einen privaten Spa-Bereich, ein Kino und eine Lounge-Bar. Ein hoteleigener Lift ermöglicht Gästen den direkten Zugang zum Skigebiet Trois Vallées, das rund 600 Kilometer Pisten bietet. Das Haus verfügt außerdem über einen Wellness- und Beauty-Bereich, sodass sowohl Skifahrer als auch Erholungssuchende auf ihre Kosten kommen.


Die ursprüngliche Ausstattung stammte von India Mahdavi und Joseph Dirand, die das Hotel bereits innerhalb alpiner Luxusarchitektur gestaltet hatten. Mit Wearstlers Eingriff wurde die Position des Hauses innerhalb der europäischen Luxushotellerie weiter gefestigt. Das Projekt zeigt, wie internationale Designansätze sich mit regionalen Traditionen verbinden lassen, ohne die Identität des Ortes zu überlagern.





.webp?md)

