Bergkulisse

Ob in Lech, Gstaad oder Cortina d’Ampezzo, zwischen verschneiten Pisten, glitzernden Gipfeln und mondänen Alpenorten: Sechs exklusive Hideaways, in denen Bergidylle, Design und Stil eins werden.

Von Yasmin El Mohandes

Unerlebtes erleben

Manchmal braucht es nur einen Ort, der nichts von einem will. Kein Fitnessprogramm, keine Detox-Vorgaben, keine App, die den Puls misst. Nur Stille, Schnee und ein Haus, das so tut, als wäre es schon immer hier gewesen. Auf 1.550 Metern Höhe in den Tiroler Alpen erhebt sich Eriro, das neue Small Luxury Hotel of the World, erreichbar mit Seilbahn, Pistenfahrzeug oder zu Fuß. Neun Suiten, ein Restaurant, ein Spa, das mehr Gefühl als Konzept ist. WLAN gibt’s nur auf Anfrage, Fernseher gar nicht. Stattdessen: Zeit.

Die Tage folgen keinem Programm. Wer mag, ist morgens als Erster auf die Piste, zieht mit Schneeschuhen durch den Wald, endet barfuß im Moos oder in einem japanisch inspirierten Onsen-Bad, während draußen Flocken tanzen. Alles darf, nichts muss. Das Eriro ist kein Hotel für Selfies, sondern für Stillleben. Und wer hier ankommt, findet womöglich etwas, das in keiner Spa-Broschüre steht: sich selbst.

ERIRO.AT

Loden, Lärche, Luxus

In Kitzbühel, einer Stadt, die seit jeher den Gipfel der alpinen Luxusdestination markiert, erhebt sich das Kitzhof Mountain Design Resort als stille, aber resolute Antwort auf die Frage, wie zeitgenössisches Design und alpine Tradition sich begegnen können. Wer hier eincheckt, betritt Räume, in denen Lärchenholz und Loden nicht bloß dekorativ wirken, sondern die Geschichte der Berge, ihrer Menschen und ihrer Handwerkskunst erzählen. Uschi Schelle-Müller, Miteigentümerin und Kuratorin des Designs, hat seit 2005 behutsam ein Ensemble geschaffen, das Authentizität, Eleganz und Modernität vereint.

Die 160 Zimmer, Studios und Suiten sind poetisch inszenierte Refugien: rot-karierte Bettwäsche, fein abgestimmte Designer-Möbel und Schwarz-Weiß-Fotografien des Berglebens erzeugen eine Atmosphäre, die Geborgenheit und gestalterische Raffinesse vermittelt. Das Kitz Spa setzt diese Philosophie fort - mit Indoor-Pool, Zirbensauna und Naturkosmetikprodukte von Susanne Kaufmann. Das Kitzhof ist ein Spiegel der Region, in dem auch das stilisierte Rehkitz als Design-Ikone auftritt.

HOTEL-KITZHOF.COM

Stille Eleganz

Manchmal ist Luxus leise. Das Alpina Gstaad zeigt, wie es geht. Wer hier eintritt, spürt sofort, dass Status nichts zur Schau gestellt wird. Die Architektur spricht für sich: Natursteinmauern, tief gezogene Schieferdächer, Holzvertäfelungen. Das Besondere liegt in den Details: eine handgeschriebene Karte, Namenszüge auf Kissen und Bademänteln. Das Six Senses Spa erstreckt sich über 2000 Quadratmeter alpiner Ruhe: Hamam, Himalaya-Salzgrotte, zwei Pools und ein Dutzend Behandlungsräume. Die Gastronomie spiegelt denselben Anspruch wider: Haubenküche mit regionalen Produkten, japanische Spezialitäten, Zero-Waste-Küche. Alles ist perfekt, aber unaufdringlich. Das Alpina Gstaad ist ein Ort, der beeindruckt, ohne zu blenden.

THEALPINAGSTAAD.COM

Schnee und Stil

Lech im Winter, das ist ein Lebensgefühl aus Stil und Stille. Wer hier die Piste hinunterzieht, hört vielleicht den Klang eines selbstspielenden Steinway-Flügels aus den Arula Chalets über Oberlech, zwei alpine Rückzugsorte, die Understatement mit Überfluss kombinieren. Direkt an der Piste gelegen, bieten sie Platz für acht beziehungsweise 22 Gäste, auf Wunsch auch kombinierbar. Hier wohnt man nicht, man wird umsorgt: Koch, Butler, Chauffeur, alles da, was man braucht - Spa-Bereich mit Innenpool, Sauna, Dampfbad und Gym inklusive. Manchmal liegt das wahre Glück nicht auf der Piste, sondern direkt daneben.

THEARULACHALETS.COM

Tradition neu

Das Rosa Alpina ist Geschichte – und Zukunft zugleich. Als Aman Rosa Alpina öffnet das traditionsreiche Hotel in San Cassiano nach umfassender Renovierung erneut. Starachitekt Jean-Michel Gathy lässt Holz, Stein und Glas die 51 Zimmer und Suiten dominieren und rückt die Dolomiten buchstäblich ins Zentrum der Räume. Historisch war das Haus ein kulinarisches Leuchtfeuer: Es beherbergte das einzige Drei-Sterne-Restaurant in Südtirol. Heute umfasst die Gastronomie italienische Klassiker im The Grill sowie das neue Shabu-Shabu-Restaurant Akari, das fernöstliche Tischrituale in die alpine Umgebung überträgt. Wer die Dolomiten aktiv erleben will, findet direkt vor der Tür 1200 Pistenkilometer im Dolomiti Superski, historische Ski-Routen oder Schneeschuhwanderungen vor.

AMAN.COM

Die Legende lebt

Cortina d’Ampezzo erwacht im Winter – und mit ihr eine Legende. Das Hotel Ancora, gegründet 1826, öffnet unter der Regie von Diesel-Boss Renzo Rosso, der hier einen alpinen Kosmos aus Glamour, Ironie und Komfort geschaffen hat. Die 38 Zimmer sind kleine Wunderkammern aus Leder, Samt und Vintage-Lampen. Terrasse, Lounge und Bar des Ancora fungieren als Bühnen des Lebens in Cortina, auf denen Skifahrer auf stilbewusste Flaneure treffen. Die Küche interpretiert Bergtradition neu und verbindet regionale Zutaten mit mediterranen Überraschungen. Rosso beschreibt Luxus als Zugehörigkeit: Wer hier eincheckt, ist sofort Teil dieses Kosmos. Das Ancora ist bereit für die Winterspiele 2026 und für jene, die es erleben wollen, bevor der Rest der Welt es entdeckt.

ANCORACORTINA.COM

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