Wenn Uhrwerk auf Porzellan trifft: Glashütte Original und Meissen im Dialog

Wer Uhren liebt, kennt Glashütte Original. Wer Porzellan schätzt, kennt Meissen. Zusammen entsteht etwas Neues: Porzellan-Zifferblätter, filigran bemalt, getragen von einem Kaliber mit 100 Stunden Gangreserve.

Von Yasmin El Mohandes

Dass Glashütte Original und die Porzellanmanufaktur Meissen gemeinsame Sache machen, liegt fast auf der Hand: Beide Häuser wachen über ein Handwerk, das Generationen überdauert hat, und deren Heimatorte längst als Synonym für Qualität stehen. Glashütte Original feiert 2025 180 Jahre Uhrmacherkunst, Meissen blickt auf stolze 315 Jahre Porzellan zurück. Es ist eine Partnerschaft von Gleichgesinnten, deren Erfahrung und Tradition nun auf engstem Raum zusammentreffen.

Die Senator-Meissen-Uhren geben sich zunächst nüchtern: Rotgold, römische Ziffern, keine Sekunde, kein Datum. Doch das Porzellan auf dem Zifferblatt erzählt eine andere Geschichte. Es ist zerbrechlich, eigenwillig, fast ein Widerspruch zum Uhrwerk darunter. Diese Spannung macht das Tragen der Uhr zu einem kleinen Erlebnis: Technik und Material begegnen sich auf Augenhöhe, ohne dass eines das andere dominiert.

Die beiden Varianten mit „Mystic Maison“-Dekor wirken wie freundliche Kompromisse. Ornament, ja, aber nicht zu viel. Farben, ja, aber bitte blass genug, um niemanden zu verletzen. Seladongrün und Grau: dekorativ, aber kontrolliert. Die dritte Uhr jedoch öffnet eine kleine Bühne für Fantasie: die Collage der „Kratervase“. Tiere, Pflanzen, Regenbogenfarben - ein Märchen in Miniatur, auf nur acht Exemplaren. Plötzlich ist die Uhr nicht mehr nur ein Zeitmesser, sondern ein erzählerisches Objekt.

Unter dem Zifferblatt tickt das Kaliber 36, ein Werk, das durch technische Disziplin besticht: 100 Stunden Gangreserve, Siliziumspirale, beidseitiger Automatikaufzug. Die Veredelungen - Streifenschliff auf der Dreiviertelplatine, gravierter Unruhkloben, gebläute Schrauben - wirken formal und präzise, fast distanziert gegenüber der erzählerischen Lebendigkeit des Zifferblatts. Gerade diese Spannung erzeugt den Reiz der limitierten Serie.

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