Wenn Zeit galoppiert: Das Jahr des Feuer-Pferdes in der Haute Horlogerie
Das Jahr des Feuer-Pferdes steht für Energie und Bewegung. In der Uhrmacherei wird diese Dynamik gestalterisch übersetzt. Gravur und Emaille schaffen dabei Tiefe und Ausdruck. So entstehen Zeitmesser mit erzählerischer Kraft.

Mit dem chinesischen Neujahrsfest am 17. Februar tritt das Jahr des Feuer-Pferdes in den Kalender - ein Symbol für Aufbruch, Unabhängigkeit und ungebremste Energie. Die chinesischen Tierkreiszeichen werden seit Jahren als Quelle künstlerischer Inspiration in der Haute Horlogerie gefeiert. Sondereditionen zum Mondneujahr messen längst nicht nur Zeit; sie erzählen Geschichten, die sich in Gravur, Emaille und Edelsteinen entfalten.

Bei Piaget zeigt die „Altiplano Zodiac Horse“ ein springendes Pferd, meisterhaft umgesetzt in Handgravur und mehrschichtigen Emaille-Techniken, die von der renommierten Anita Porchet geleitet werden. Weißgold, flach, mit funkelnden Diamanten besetzt, limitiert auf 18 Stück - die Uhr ist ein Kunstwerk, das Zeit und Handwerkskunst verschränkt. Hier wird die Bewegung eingefroren, die Energie konserviert, und doch bleibt der Eindruck von Dynamik.


Dior nimmt einen anderen Ansatz. Auf dem Zifferblatt wandert das Pferd durch einen Zauberwald aus Perlmutt, Gold und farbenfrohen Steinen - wie aus einem modernen Märchenbuch. Die Roségold-Lünette, akzentuiert von 52 Brillanten, kontrastiert mit dem Edelstahlgehäuse von 36 Millimetern. Jeder Stein, jede Linie erzählt von einem raffinierten Sinn für Komposition. Die Uhr ist nicht nur Schmuck, sie ist narrative Landschaft, ein poetisches Fragment, das die Träume des Trägers einfängt.

Harry Winston hingegen zelebriert die Kraft und Anmut des Pferdes auf minimalistische, fast ikonische Weise. Handaufgetragener roter Lack definiert die Figur, während Wogen aus Perlmutt-Intarsien am Zifferblattrand fließen. Die Technik ist subtil, doch aufwendig: Dünne Perlmuttstreifen werden zugeschnitten und in die Oberfläche eingelassen, als würde das Material selbst atmen. Das Pferd wirkt lebendig, die Wolken bewegen sich beim Blickwinkelwechsel.

Eine besonders raffinierte Hommage liefert Jaeger-LeCoultre mit der Reverso Tribute Enamel „Horse“. Auf dem Wendegehäuse erhebt sich ein handgraviertes Pferd aus einem Kranz goldener Wolken, flankiert von glänzend schwarzer Grand-Feu-Emaille. Die polierte Oberfläche kontrastiert mit sandgestrahlten Wolken, die Mähne ist mit schwarzem Rhodium fein gezeichnet. Licht bricht sich in Details, die Bewegung wird sichtbar, als hätte der Zeitmesser selbst Atem.




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