Gabriela Hearst verwandelt ihre ikonische Nina Bag in ein Kunstobjekt

In Zusammenarbeit mit Künstler Adam Pendleton entsteht eine limitierte Edition, inspiriert von Nina Simone, Ausnahmekünstlerin und prägende Stimme der Bürgerrechtsbewegung. Die Erlöse aus dem Verkauf fließen in den Erhalt ihres Elternhauses.

Von Yasmin El Mohandes
Frontansicht der Gabriela Hearst Nina Bag in Weiß und Schwarz mit grafischem Muster

Die neue Version der Gabriela Hearst Nina Bag zeigt ein markantes grafisches Design in Schwarz und Weiß: Eine ikonische Luxus-Tasche als Sammlerstück und Kunstobjekt. Foto: Gabriela Hearst

Eine Tasche, die man nicht einfach nur trägt: Mit ihrer limitierten Nina Bag zeigen Gabriela Hearst und Adam Pendleton, wie nah sich Mode und Kunst kommen können. 

Was auf den ersten Blick wie ein luxuriöses Accessoire erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als tragbares Kunstwerk. Jede der 25 Taschen ist ein Unikat, von Pendleton von Hand bemalt, signiert und nummeriert. Die klaren Linien der Nina Bag dienen dabei nicht nur als Form, sondern als Fläche für Formen, die an Malerei ebenso erinnern wie an skulpturale Arbeiten. Die Wahl des Modells ist kein Zufall. Hearst, die ihr gleichnamiges Luxuslabel 2015 gründete, hatte die Tasche einst nach Nina Simone benannt, jener Ausnahmekünstlerin, deren Stimme und politisches Engagement bis heute nachhallen.

Gabriela Hearst Nina Bag in Weiß und Schwarz als Kunstobjekt mit grafischem Muster

Die Designer Tasche wird mit grafischem Schwarz-Weiß-Muster neu interpretiert.
Foto: Gabriela Hearst

Pendleton wiederum ist seit Jahren aktiv daran beteiligt, Simones Vermächtnis zu bewahren. Gemeinsam mit anderen Künstlern erwarb er 2017 das Elternhaus der Musikerin in North Carolina, um es vor dem Verfall zu retten. Genau hier schließt sich der Kreis dieses Projekts. Die Erlöse aus dem Verkauf der limitierten Taschen fließen in den Erhalt dieses historischen Ortes, der heute als kulturelles Denkmal gesichert wird. 

Gabriela Hearst Nina Bag wird bei
Sotheby's zum Sammlerstück

Pendleton beschreibt die Zusammenarbeit als naheliegend. Die Form der Tasche sei ebenso ikonisch wie Simones Stimme, sagt er. Ihn habe die Idee gereizt, ein Objekt zu schaffen, das Menschen im Alltag begleitet und gleichzeitig eine künstlerische und politische Haltung transportiert. Schönheit und Wahrheit, zwei Begriffe, die Simone nie voneinander trennte, bilden dabei den gedanklichen Kern.

Auch Hearst betont den Prozess hinter dem Projekt. Es sei eine Arbeit gewesen, die Zeit, Präzision und Respekt verlangt habe. Im Zentrum stand nicht nur die Reverenz an eine große Künstlerin, sondern auch der Dialog zweier Disziplinen. Aus dieser Zusammenarbeit sei mehr entstanden als eine Kollektion, nämlich eine neue künstlerische Verbindung. Erhältlich ist die Edition exklusiv über Sotheby’s, wo die Taschen auch öffentlich gezeigt werden. Damit wandert die Nina Bag endgültig aus der Welt des reinen Designs in den Kontext von Kunst und Sammlung.

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