Architektur in Miniatur

Klar, kantig, kompromisslos: Chopards „Ice Cube“-Kollektion erhält ein neues Kapitel. Die Capsule Collection inszeniert Geometrie als Glamour und beweist, dass Strenge sinnlich sein kann.

Von Yasmin El Mohandes

Manchmal genügt ein einziges geometrisches Prinzip, um eine ganze Ästhetik zu erklären. Der Würfel zum Beispiel: Er steht für Ordnung, Maß, Berechenbarkeit. Vielleicht auch für die Sehnsucht, in einer Welt des Ungefähren wenigstens etwas zu haben, das sich eindeutig fassen lässt. Bei Chopard ist dieser Gedanke seit 1999 zu Schmuck geworden. „Ice Cube“ nennt sich die Kollektion, und ihr Konzept ist so schlicht wie kompromisslos: Würfel, nichts als Würfel.

Bauhaus Trifft Sonnenlicht

Nun hat das Haus seine Idee weitergedacht. Die neue Capsule Collection der Haute Joaillerie-Linie übersetzt das, was sonst in minimalistischer Strenge daherkommt, in etwas Großes, fast Architektonisches. Eine Art Baukunst in Miniatur, getragen am Körper. Wo früher ein einzelner Kubus genügte, schichten sich jetzt Reihen von Goldquadern, mal spiegelglatt, mal mit Diamanten übersät, zu beweglichen Skulpturen. Das Ergebnis wirkt gleichzeitig streng und sinnlich – als hätte jemand Bauhaus und Sonnenlicht miteinander verkuppelt.

Friend of the Brand: Victoria‘s Secret Model Emily Ratajkowski setzt hier Chopards „Ice Cube“ Capsule Collection elegant und smart in Szene. 

Das Herzstück dieser Erweiterung ist ein Collier, das sich wie eine urbane Skyline trägt. Neun Reihen aus Ethik-zertifiziertem Rosé- und Weißgold lassen sich variieren: drei Reihen abnehmen, die Proportionen verschieben, die Stimmung verändern. Schmuck also, der nicht bloß getragen, sondern komponiert wird – nach Laune, nach Tageszeit, nach Kleid. Die Geometrie, sonst oft ein Synonym für Starrheit, bekommt hier eine überraschende Beweglichkeit. Caroline Scheufele, Co-Präsidentin und künstlerische Leiterin von Chopard, spricht von „moderner Kunst für den Körper“. Man hört solche Sätze oft, aber selten trifft er so gut. Denn diese Kollektion ist tatsächlich weniger Dekoration als Konstruktion. Die Stücke besitzen etwas Objektartiges, etwas, das man auch auf einem Sockel betrachten könnte, ohne dass es an Wirkung verlöre.

Die formale Klarheit erinnert an die Sprache des Art déco. Besonders der neu interpretierte Asscher-Schliff: In einem Ring sitzt ein dreikarätiger Diamant wie ein schwebendes Architekturfragment, eingefasst in zwei parallele Ringschienen aus Weißgold. Der Ohrschmuck wiederum scheint Bewegung zu denken: abnehmbare Reihen kleiner, diamantbesetzter Würfel schaffen asymmetrische Möglichkeiten.

Hinter all dem steht eine Handwerkskunst, die sich der Öffentlichkeit meist entzieht, wie beim Polieren unregelmäßiger Flächen etwa – eine Arbeit, die Geduld, fast Demut verlangt. Dass Chopard solche Prozesse im eigenen Haus hält, ist ebenso ein Statement wie das ethisch zertifizierte Gold, das seit 2018 Standard ist. So betrachtet ist die neue Capsule Collection eine Studie über die Beziehung von Licht, Oberfläche und Struktur.

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