Marienkron, Palazzo Fiuggi und Mayrlife: Gesundheit trifft Genuss
Die Kunst des bewussten Genießens erlebt eine Renaissance: Das Gesundheitsresort Marienkron, der Palazzo Fiuggi und das Mayrlife Medical Health Resort zeigen, dass gutes Essen mehr ist als eine Mahlzeit.

„Wahre Entdeckungsreisen bestehen nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern neue Augen zu haben.“ – Marcel Proust.
Fasten mit neuen Augen sehen – genau das gelingt dem Kurhaus Marienkron. Hier bedeutet der freiwillige Verzicht längst nicht mehr, sich tapfer durch Brühen zu schlürfen und auf Erleuchtung zu hoffen: Stattdessen erhält die jahrhundertealte Tradition ein kulinarisches Upgrade, das nicht nur den Darm erfreut, sondern auch den Gaumen – und damit eine ganz neue Generation an Fasten-Fans anspricht.
Das Konzept? Sushi-Fasten. Eine raffinierte Fusion aus Suppen- und Gemüsefasten, ergänzt durch vegetarische Maki- und Nigiri-Kreationen. Karotten und Rüben treten in die Fußstapfen von Lachs und Thunfisch, kunstvoll mariniert, pochiert oder geräuchert. Umami bleibt, Fisch geht.
„Sushi-Fasten soll mehr als nur ein Trend sein – es ist die Fortsetzung der Tradition des Fastens“, erklärt Elke Müller, Geschäftsführerin des Marienkron. „Wir wollten bewusst die mittlerweile im urbanen Bereich weitverbreitete Alltagsgewohnheit des Sushi-Essens aufgreifen und sie in einen Fastenkuraufenthalt integrieren. Fasten soll so auch für eine jüngere Zielgruppe Teil eines gesunden Lifestyles werden.“
Die ärztliche Leiterin Ulrike Göschl ergänzt: „Das Schöne am Sushi-Fasten ist, dass das Gefühl einer richtigen Mahlzeit nicht ausbleibt.“ Genau hier liegt der Clou: Wo klassische Fastenkuren nach zwei Tagen das innere Flehen nach einer Brotrinde wecken, sorgt Sushi-Fasten für eine ungewohnte Sättigung – physisch wie psychisch.
Küchenchef Patrick Posch verfolgt dabei ein ehrgeiziges Ziel: maximale Geschmacksexplosion bei minimaler Zutatendichte – eine Kunst, die in der japanischen Küche über Jahrhunderte perfektioniert wurde. Fasten ohne Hunger? Ja, das geht. Und in Marienkron geht es sogar mit Stäbchen.
Wellbeing im Palazzo
Wer behauptet, dass der Schlüssel zur Verjüngung in karger Askese liegt, war noch nie im Palazzo Fiuggi. Hier, im elegantesten Wellbeing-Refugium Italiens, steht nicht der Verzicht im Mittelpunkt, sondern eine Philosophie, die Genuss zur Wissenschaft erhebt. An vorderster Front: Heinz Beck, Drei-Sterne-Koch und kulinarischer Visionär, der nicht nur mit Michelin-gekrönten Kreationen begeistert, sondern auch einen Ehrendoktortitel in natürlichen Bioenergien und Naturheilkunde trägt. Sein Wissen über Ernährung ist so profund wie seine Gerichte raffiniert sind – und genau hier beginnt die wahre Verjüngung.
Denn was im Palazzo Fiuggi serviert wird, ist keine Diät, sondern ein ausgeklügeltes, von Medizinern entwickeltes Ernährungskonzept, das die Zellregeneration ankurbelt, das Immunsystem stärkt und dabei mit jeder Gabel Freude bereitet. Becks „Food Line" balanciert Kalorien präzise aus, kombiniert essenzielle Nährstoffe in molekularer Perfektion und beweist, dass die richtige Ernährung der eleganteste Weg zu Langlebigkeit ist.
Und dann wäre da noch das Wasser. Acqua Fiuggi, jenes legendäre „Wunderwasser“, das seit Jahrhunderten für seine wohltuende Wirkung gerühmt wird, fließt hier in Strömen – in der Minibar, im Restaurant, an der Bar und natürlich im Spa. Es bildet die Grundlage eines ganzheitlichen Programms, das von „Detox & Weight“ bis „Longevity & Balance“ reicht. Aber allein die Kombination aus Becks Küche und dieser revitalisierenden Umgebung ist bereits ein Programm für sich. Wer also glaubt, dass ein längeres, gesünderes Leben nach Verzicht schmecken muss, der hat schlicht noch nicht am Tisch von Heinz Beck Platz genommen.
Basisch, regional und biologisch
„Man kann nicht gut denken, nicht gut lieben, nicht gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat“: Dieses Zitat der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf ist heute genauso treffend wie zu ihren Lebzeiten. Sie wusste, dass der Geist mehr verlangt als nur Worte –er verlangt nach Nahrung, die den Körper und die Seele nährt. Wäre Woolf heute am Altausseer See unterwegs, würde sie die neue Kochschule des Mayrlife Medical Health Resort vielleicht als Essay-Thema wählen – als Beweis dafür, dass Gesundheit und Genuss keine Gegensätze, sondern Verbündete sind.
Die Mayrlife-Cuisine ist basisch, regional, biologisch – und verblüffend köstlich. In den Kursen, die bewusst auf kleine Gruppen mit maximal acht Teilnehmenden beschränkt sind, wird in intimer Atmosphäre geschnippelt, gebraten und angerichtet. Doch die eigentliche Raffinesse liegt im Pragmatismus: Hier kocht man nicht mit Hightech-Küchengeräten, wie sie in der Hotelküche genutzt werden, sondern mit Haushaltsgeräten, die den Teilnehmenden aus ihrem eigenen Zuhause bekannt sind, wie etwa Induktionsherd, Thermomix oder Pfannen. Deshalb stehen auch Rezepte im Mittelpunkt, die abseits der Kochschule bestehen – schließlich soll die erlernte Kochkunst nicht mit dem letzten „Schultag" enden. Kostprobe gefällig? Die Minestrone „Mayrstyle", die abschließend mit dem nussigen Camelinaöl verfeinert wird; das samtige Gemüsepüree, ein Klassiker der Mayrlife-Cuisine, wahlweise aus Karotte, Pastinake, Süßkartoffel, Kürbis oder Topinambur; Kichererbsen-Fettuccine mit Brokkoli und Babyspinat oder ein Mangold-Haselnuss-Pesto.
Die neue Mayrlife-Kochschule ist kein Ernährungs-Bootcamp, sondern ein Ort, an dem gezeigt wird, wie Essen sein sollte: ein Vergnügen, das nährt!