Diptyque überarbeitet erstmals seine ikonische Kerze
Der Pariser Parfümhersteller macht seine Kerzen nachfüllbar und reduziert zugleich das Gewicht des Glases. Zudem wird die Duftkollektion um fünf neue Kompositionen erweitert.

Die ikonische Luxuskerze erscheint im neuen Design – und nachhaltiger gedacht. Foto: Diptyque
Mehr als sechs Jahrzehnte lang hat sich Diptyque nicht an sein bekanntestes Produkt herangetraut. Nun ist es so weit: Die berühmte Kerze des Pariser Hauses, erstmals 1963 lanciert, wurde behutsam überarbeitet.
„EIN SANFTES LICHT“,
nennt es CEO Laurence Semichon, schließlich handelt es sich um das erste Produkt der Marke überhaupt. Die Handschrift bleibt unangetastet: klares Glas, weiße Wachsoberfläche, das ovale Etikett mit den charakteristischen „tanzenden Buchstaben“. Letztere stammen noch immer aus der Feder von Desmond Knox-Leet, einem der drei Gründer neben Christiane Montadre-Gautrot und Yves Coueslant.
Nachfüllbar, leichter und nachhaltiger
Die Veränderungen liegen im Detail. Die Glasform wurde gemeinsam mit der franco-schweizerischen Designerin Julie Richoz überarbeitet: Ein feiner ovaler Rand folgt jetzt der Form des Etiketts und gibt dem Ganzen mehr Struktur. Auch das Material wurde angepasst. Das Glas ist heute rund zehn Prozent leichter. Diese Reduktion ist kein Zufall. Die Kerze ist erstmals so konzipiert, dass sie nachgefüllt werden kann. Das Gefäß bleibt, während nur noch das Wachs ersetzt wird.
Die Einsätze werden separat verkauft und kommen in einer Verpackung aus biobasiertem Material, sogenanntem Paperfoam. Das Material ist leicht, recycelbar und benötigt weniger Ressourcen als herkömmliche Lösungen. Das spart Gewicht, Material und sorgt dafür, dass das Gefäß länger genutzt wird. Das ist mehr als Symbolik, hier wird Umweltverantwortung konkret umgesetzt.
Gleichzeitig erweitert Diptyque sein Duftspektrum. Fünf neue Kerzen kommen hinzu, entwickelt von Alexandra Carlin und Olivia Giacobetti: Kaffee, Brennnessel, schwarzer Sesam, Rhabarber und Shiso. Die Kerze bleibt, wie man sie kennt. Der Umgang mit ihr hat sich verändert.













