Torre Saracena: Capris Strandclub-Legende kehrt zurück

Während Luxusmarken weltweit Beach Clubs als Bühne für ihre Inszenierungen entdecken, verfolgt Torre Saracena einen anderen Ansatz. Auf Capri setzt die traditionsreiche Adresse auf Zurückhaltung statt auf Logos.

Von Alexander Pfeffer

Zwischen den Faraglioni-Felsen und den Klippen von Marina Piccola liegt einer jener Orte, die Capri geprägt haben. Nach einer umfassenden Renovierung empfängt Torre Saracena wieder Gäste und knüpft dabei bewusst an seine Vergangenheit an. Der 1906 gegründete Club in Marina Piccola wurde vom Immobilieninvestor Gabriele Cerrone übernommen und behutsam renoviert. Statt auf auffälligen Luxus oder große Markenlogos setzt der neue Eigentümer auf Zurückhaltung. Blau-weiße Sonnenschirme, historische Sonnenliegen und der Blick auf die Faraglioni-Felsen prägen das Bild.

Auch kulinarisch bleibt Torre Saracena seinen Wurzeln treu. Auf der Speisekarte stehen neapolitanische Klassiker wie Pasta e Piselli, ein schlichtes Gericht aus Spaghetti, Erbsen, Basilikum und Käse, das hier traditionell direkt aus der Aluminiumpfanne serviert wird. Für Cerrone geht es nicht darum, ein weiteres Luxusrestaurant zu schaffen, sondern die Atmosphäre eines authentischen neapolitanischen Strandlokals zu bewahren. Selbst Angebote großer Luxusmodemarken für Kooperationen wurden ausgeschlagen. Denn Torre Saracena soll Capri bleiben und nicht wie Dubai wirken.

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