Roger Dubuis erzählt die Artus-Legende mit einer Damenuhr neu
Die Artus-Legende gehört seit Jahrzehnten zur DNA von Roger Dubuis. Mit der Excalibur Lady of the Lake rückt die Manufaktur nun erstmals eine ihrer faszinierendsten weiblichen Figuren in den Mittelpunkt: Viviane, die Herrin des Sees.

Roségold, Diamanten und eine moderne Linienführung prägen das Design dieser Damenuhr von Roger Dubuis. Fotos: Roger Dubuis
Damenuhren sind derzeit eines der spannendsten Themen der Branche. Nicht, weil sie plötzlich neu wären, sondern weil immer mehr Marken beginnen zu verstehen, dass Sammlerinnen mehr erwarten als kleinere Gehäuse und zusätzliche Diamanten. Roger Dubuis gehört nicht unbedingt zu den Namen, die man zuerst mit diesem Wandel verbindet. Umso interessanter ist die neue Excalibur Lady of the Lake. Die Neuheit markiert die Rückkehr der Genfer Manufaktur zu einer eigenständigen Damenuhr und greift gleichzeitig eines der zentralen Themen der Marke auf: die Artus-Legende. Statt jedoch Ritter, Könige oder Excalibur selbst ins Zentrum zu stellen, richtet Roger Dubuis den Blick auf Viviane, die Herrin des Sees. Das Ergebnis sind zwei Uhren, die dieselbe Figur aus zwei Perspektiven interpretieren.
Diamanten, Perlmutt und Sonnenschliff: Das Design der Excalibur Lady of the Lake
Beide Modelle basieren auf einem neu entwickelten 36-Millimeter-Gehäuse aus Roségold. Die Proportionen wirken ausgewogen und bewusst zeitgemäß gewählt: groß genug, um die komplexen Zifferblätter wirken zu lassen, ohne die Eleganz einer klassischen Damenuhr zu verlieren. Die charakteristische geriffelte Excalibur-Lünette bleibt erhalten und wird von 48 Diamanten eingefasst. Die erste Version setzt auf ein Zifferblatt in „Sovereign Grey“. Die Farbe erinnert an eine polierte Rüstung und bildet die Grundlage für eine komplexe Konstruktion. Im Zentrum sitzt ein Herz aus weißem Perlmutt, umgeben von einer dunkel rhodinierten Platine mit Sonnenschliff. Unterschiedliche Oberflächenbearbeitungen erzeugen Tiefe und Bewegung, während die schwertförmigen Roségoldzeiger einen dezenten Verweis auf Excalibur liefern. Es ist ein Zifferblatt, das weniger über Farbe als über Struktur funktioniert.


Noch interessanter ist die zweite Ausführung. Hier ersetzt Roger Dubuis die grafische Strenge des grauen Modells durch eine organische Komposition aus grünem Perlmutt. Die einzelnen Elemente werden in unterschiedlichen Grüntönen lackiert und anschließend in gefräste, wellenförmige Vertiefungen eingesetzt. Dadurch entsteht eine Oberfläche, die je nach Lichteinfall ständig ihr Erscheinungsbild verändert. Anders als ein klassisches Perlmuttzifferblatt wirkt die Konstruktion fast skulptural. Ein besonderes Detail findet sich bei sechs Uhr. Dort rotiert die kleine Sekunde auf einer Scheibe aus grünem Perlmutt, während eine Halbkugel aus Mondstein die Anzeige übernimmt.
Dreht man die Uhr um, zeigt sich durch den Saphirglasboden das automatische Kaliber RD830. Mit seinen Haute-Horlogerie-Finissierungen, darunter Côtes de Genève, Kreisschliff und einer skelettierten Schwungmasse aus 22-karätigem Gold, macht Roger Dubuis deutlich, dass hinter der aufwendigen Gestaltung ein ernsthafter uhrmacherischer Anspruch steht.



