Raspoutine bringt Pariser Clubkultur nach Cannes
Der Pariser Nachtclub Raspoutine eröffnet während der Filmfestspiele einen temporären Standort in Cannes. Gründer Alexander Ghislain treibt damit den internationalen Ausbau des Clubs weiter voran. Weitere Dependancen in Saint-Tropez, Mailand und New York sind bereits geplant.

Der Pariser Kultclub Raspoutine bringt seine eigene Version des Luxus-Nachtleben nach Cannes.
Fotos: Raspoutine
In Cannes endet der Festivalabend selten mit der Filmpremiere. Genau darauf setzt jetzt auch Raspoutine. Der legendäre Pariser Kultclub eröffnet während der Filmfestspiele einen temporären Pop-up-Standort an der Côte d’Azur und bringt damit seine ganz eigene Version von spätabendlichem Luxus nach Cannes.
Für zwei Wochen übernimmt Raspoutine einen versteckten Raum im Palm Beach-Komplex und verwandelt ihn vollständig in eine tiefrote Interpretation seines Pariser Originals. Schwerer Samt, gedämpftes Licht, rubinrote Farbtöne und dramatische Art-déco-Interiors sorgen für genau jene Atmosphäre, für die der Club seit Jahren bekannt ist. Alles wirkt maximal cineastisch und perfekt auf die heutige Instagram-Ästhetik abgestimmt. Man soll sofort erkennen, wo man ist.
Die Eröffnung hätte kaum strategischer gewählt sein können. Raspoutine hostete die offizielle Afterparty des Festival-Openings und positionierte sich damit genau dort, wo während Cannes Filmindustrie, Luxusmode und internationales Nachtleben ineinander übergehen. Denn die eigentliche Sichtbarkeit des Festivals endet längst nicht mehr auf dem roten Teppich. Viele der wichtigsten Auftritte passieren erst danach, irgendwo zwischen Dinner, Drinks und Dekadenz.
Wie Raspoutine zur globalen Hospitality-Marke wird
Dass Raspoutine ausgerechnet während Cannes expandiert, ist dabei kein Zufall. Gründer Alexander Ghislain baut den ehemaligen Pariser Kultclub zunehmend wie eine globale Hospitality-Marke auf. Nach Standorten in Paris, Los Angeles und Dubai sollen künftig weitere Dependancen folgen, darunter Saint-Tropez, Mailand, Genf und New York. Dabei steht nicht mehr das Überraschungsmoment im Mittelpunkt, sondern Wiedererkennbarkeit. Gäste sollen in jeder Stadt exakt dieselbe Atmosphäre erleben: dieselbe Musik, dieselbe Lichtstimmung, dieselbe Art von Publikum. Raspoutine funktioniert inzwischen wie eine Luxusmarke, nur eben mit Türpolitik.







