Punk, Perlen und Politik: Vivienne Westwoods Schmuckwelt in einem Buch
Im neuen Buch „Vivienne Westwood & Jewellery“ wird deutlich: Schmuck ist bei Westwood niemals Dekoration. Jedes Objekt transportiert Botschaften, Politik und Attitüde. Dieses Buch beleuchtet die kreative Philosophie hinter den Kreationen.

Schmuck war für Vivienne Westwood nie bloß ein Accessoire – er war Ausdruck, Provokation und Manifest. Schon in ihrem legendären King’s-Road-Boutique im Jahr 1971 kombinierte sie Ketten mit T-Shirts, die mit Nieten besetzt waren und provozierende Botschaften wie „Rock“ oder „Fuck“ trugen. Aus dieser unkonventionellen Mischung entstand ein unverwechselbarer Schmuckstil, der von Punk bis Pastell reichte – frech, verspielt und kompromisslos Westwood.
Das neue Buch „Vivienne Westwood & Jewellery“, geschrieben von Modekritiker Alexander Fury und erschienen bei Thames & Hudson, ist das erste Werk, das sich ausschließlich der Schmuckkreation der Designerin widmet. Fury beschreibt Westwoods Schmuckvokabular als „so eigenständig und sofort erkennbar wie ihre Kleidung“: Safety-Pins, die Gesichter durchbohren, Perlen-Choker und Tropfenohrringe inspiriert von Elisabethanischer Portraitkunst, Bondage-Ketten, sado-masochistische Manschetten und Hundehalsbänder, Krönchen, Medaillons und das ikonische Orb-Logo – ein juwelenbesetztes Symbol der Welt, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint.
Der Tiroler Andreas Kronthaler, Creative Director des Hauses und Witwer von Design-Ikone Vivienne Westwood, unterstreicht: „Schmuck ist mächtig und kann mit Bedeutung geladen sein. Er markiert das Leben und verleiht ihm Wichtigkeit. Das Orb-Logo selbst ist ein Juwel - sehr britisch, sehr Vivienne.“
Das Buch ist eine opulente Enzyklopädie mit fast 200 Fotografien von Philippe Lacombe, die Punk-Meisterwerke wie die „Hardcore Paperclip Earrings“ ebenso zeigen wie die zarten Pastell-Kreationen „Flower Skull Necklace“ und „Nymph Earrings“ oder upcycelte Stücke wie die „Simone Earrings“. Zehn Kapitel widmen sich wiederkehrenden Themen - von „Perlen“ über „Do It Yourself“ bis zu „Pagan“ und „Drops & Bows“ - und beleuchten Techniken, Inspirationen und ikonische Motive.











