Longchamp zieht nach Capri
Capri ist mehr als ein Reiseziel, Longchamp mehr als ein Taschenhersteller. In der Via Camerelle treffen zwei Geschichten aufeinander.

© Longchamp
Auf Capri gibt es eine Straße, in der sich ziemlich gut beobachten lässt, wie Luxus funktioniert. Die Via delle Camerelle ist keine kilometerlange Einkaufsmeile, sondern eine überschaubare Abfolge von Boutiquen, Hotels und Restaurants. Wer hier entlanggeht, kommt an Marken vorbei, die sonst ganze Straßenzüge besetzen. Nun ist auch Longchamp dabei.



Die französische Marke hat in der Via Camerelle 5 eine temporäre Boutique eröffnet. Bis Ende Oktober gibt es dort Taschen, Lederwaren und Accessoires. Der Laden selbst versucht nicht, Capri zu übertönen. Holz und geflochtene Elemente bestimmen den Raum, dazu kommen strukturierte Oberflächen und Sitzgelegenheiten in Light Green und Heritage Green.
Im Mittelpunkt stehen die Taschen. „Le Roseau“, „Looong“ und „Le Smart“ gehören dazu, ebenso „Le Pliage“, ein Klassiker, den gerade die Gen Z für sich entdeckt. Die Tasche hat dabei etwas, das vielen Luxusprodukten fehlt: Sie ist nicht dazu gemacht, besonders vorsichtig behandelt zu werden. Man kann sie falten, vollpacken, auf Reisen mitnehmen und wieder ausräumen. Und weil eine Tasche selten allein bleibt, gibt es dazu Seidentücher, Schlüsselanhänger, Portemonnaies und Kartenetuis.


Longchamp gehört zu einer Generation französischer Häuser, deren Geschichte nicht allein über Kleidung erzählt wird. Das Unternehmen wurde 1948 von Jean Cassegrain gegründet und begann mit Lederwaren für Raucher. Später kamen Taschen hinzu. Heute bewegt sich Longchamp zwischen Luxusgeschäft und Alltag. Auf Capri ist das ein ziemlich passender Platz.
© Fotos: Longchamp
