Jennifer Lawrence gründet eine Haarmarke

Gesundes Haar oder gutes Styling? Schauspielerin Jennifer Lawrence wollte sich nicht länger zwischen beidem entscheiden müssen. Mit ihrer neuen Marke Mes versucht die Schauspielerin, diesen Widerspruch aufzulösen. 

Gegen einen Bad-Hair-Day hilft manchmal nur eine Haube. Jennifer Lawrence wollte das Problem aber an der Wurzel packen. Weil sie mit dem Angebot an Haarpflegeprodukten unzufrieden war, gründete der Hollywoodstar gemeinsam mit der Biotechnologin Jasmina Aganovic die Marke Mes.

Was Lawrence störte, war ein Widerspruch, den sie aus eigener Erfahrung kannte: Wer sein Haar pflegt, muss häufig beim Styling Abstriche machen. Masken und Öle beschweren das Haar, während Haarspray, Glätteisen und andere Stylinghelfer es auf Dauer strapazieren. Lawrence wollte sich nicht länger zwischen gesundem Haar und einer Frisur entscheiden müssen, die auch außerhalb des Badezimmers funktioniert: „Ich wollte, dass meine Haare durch die Produkte gesünder werden und gleichzeitig so aussehen, dass ich damit vor die Tür gehen kann.“

Auf der Suche nach einer Partnerin, die diesen Anspruch wissenschaftlich umsetzen konnte, stieß sie auf Jasmina Aganovic. Die MIT-Absolventin beschäftigt sich mit Biotechnologie und hatte mit ihrem Unternehmen Arcaea einen neuen Zugang zur Kosmetik entwickelt. Ein TED Talk über die Zukunft der Branche überzeugte Lawrence. Sie investierte in Arcaea, wenig später entstand Mes als gemeinsames Unternehmen. Beide halten jeweils 50 Prozent, Aganovic führt die Geschäfte, Lawrence ist Gründerin.

Aganovics Ansatz beginnt mit einer anderen Betrachtung des Haars. In der Kosmetik werde es häufig als tote Faser behandelt, aus biologischer Sicht sei das jedoch zu kurz gedacht. Diese Perspektive bildet die Grundlage für die Rezepturen. Haarpflege soll nicht erst Schäden ausgleichen, die beim Stylen entstehen, sondern das Haar schon währenddessen stärken.

Drei Produkte bilden den Auftakt. Die Multitask Repair Mask ist dabei vielleicht das ungewöhnlichste. Sie muss nicht wie eine klassische Haarmaske nach zwanzig Minuten ausgewaschen werden, sondern lässt sich auch auf trockenem Haar tragen. Über Nacht kann sie einwirken, ebenso eignet sie sich für einen glatt zurückgekämmten Look. Das Off-Duty Restyling Serum kombiniert eine leichte Ölphase gegen Frizz mit einer Serumphase, die das Haar stärkt und formt. Der Good Roots Volume Mist soll mithilfe einer Technologie auf Mikroalgenbasis überschüssiges Fett am Ansatz regulieren und Volumen schaffen. Die Preise liegen zwischen 34 und 52 Dollar.

Hinter den drei Produkten steckt ein größerer Anspruch: Die Haarpflege soll weniger Zeit beanspruchen. Das Volumenspray soll Trockenshampoo ersetzen, das Serum einen zusätzlichen Entwirrer überflüssig machen. Die Produkte sind darauf ausgelegt, die Zeit zwischen den Haarwäschen zu verlängern. Aganovic beobachtet, dass sich die Beautybranche zunehmend in Richtung immer aufwendigerer Routinen entwickelt. Mes will bewusst den umgekehrten Weg gehen.

Dass die Marke nicht auf perfekt frisierte Haare zielt, verrät bereits ihr Name. Mes steht für die Unordnung des Lebens. Lawrence wollte ausdrücklich keine Produkte für makelloses Haar. „Ich wurde mein ganzes Leben lang als Chaos bezeichnet“, sagt sie. Der Name sei deshalb auch eine persönliche Angelegenheit.

Fotos © Mes

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