Ein Café für Constanze

An dieser Wiener Adresse trafen sich einst Mozart und Constanze. Heute trifft man sich dort zum Kaffee. „Constanze – a little love story“ heißt der neue Treffpunkt im Rosewood Vienna.

Von Yasmin El Mohandes
Eine gemütliche Kaffeeecke im Café Constanze mit einer rosa Samtcouch, Kissen, Bildern an der Wand und Kaffeespezialitäten auf einem Marmortisch.

Es ist eine dieser Wiener Geschichten, bei denen man sich fragt, ob sie nicht erfunden wurde. Mozart lebt am Petersplatz, verliebt sich in Constanze Weber und komponiert dort nebenbei eine seiner bekanntesten Opern. Mehr als zwei Jahrhunderte später wird an derselben Adresse ein Ort nach Constanze benannt.

Seit 4. September heißt es im Atrium des Rosewood Vienna „Constanze – a little love story“. Das klingt nach großer Romantik, ist im Alltag aber vor allem eine Einladung zu Kaffee, Patisserie, kleinen Speisen, Wein und Champagner. Geöffnet ist täglich von 7 bis 18 Uhr. Man kann morgens auf einen Espresso vorbeikommen, am Nachmittag etwas Süßes essen oder sich einen Kaffee für unterwegs holen.

Die historische Vorlage liefert Wolfgang Amadeus Mozart selbst. 1781 lebte er im damaligen Haus „Zum Auge Gottes“ am Petersplatz. Hier lernte er Constanze Weber kennen, die später seine Frau wurde. Gleichzeitig arbeitete er an „Die Entführung aus dem Serail“. Eine Adresse, an der Liebesgeschichte und Musikgeschichte praktisch nebeneinander entstanden.

Constanze will daraus allerdings kein Mozart-Museum machen. Der neue Ort versteht sich als zeitgemäße Variante des Wiener Kaffeehauses: offen, unkompliziert und ohne Reservierung. Es geht weniger darum, die Vergangenheit auszustellen, als darum, die Idee des Kaffeehauses weiterzuführen. Ein Platz für den ersten Kaffee des Tages, eine kurze Pause oder ein Glas Rosé, bevor es weitergeht.

Auch auf der Karte bleibt die Verbindung zu Wien sichtbar. Die Naber Kaffee Manufaktur hat eine eigene Constanze-Mischung entwickelt. Vom Weingut Bernhard Ott kommt der Rosalie Rosé mit einem eigens gestalteten Etikett. Dazu gibt es kleine Wiener Klassiker. Einer davon heißt „Perlen vor die Säue“ und kombiniert Beinschinkensemmel mit Champagner.

Um heute bei Constanze zu landen, braucht es jedenfalls kein Genie und keine Oper. Ein Kaffee reicht.

© Fotos: Café Constanze

Newsletter Anmeldung

* Angaben erforderlich

Erlaubnis zum Newsletter-Versand

DIVA wird die Information, die Sie in diesem Formular angeben, dazu verwenden, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben und Ihnen Neuigkeiten zu übermitteln.

Indem Sie unten auf „Abonnieren“ klicken, bestätigen Sie, dass Ihre Informationen zur Verarbeitung an unseren Newsletter Partner übermittelt werden. Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.