Die Uhr, die Marilyn trug: Eine Hommage zum 100. Geburtstag

Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe rückt Blancpain ein persönliches Stück Hollywood-Geschichte in den Mittelpunkt. Die neue „Ladybird Tribute“ ist von einer Uhr inspiriert, die einst der Schauspielerin gehörte.

Von Yasmin El Mohandes

Von Marilyn Monroe gibt es unzählige Bilder. Marilyn im weißen Kleid über dem U-Bahn-Schacht. Marilyn am Filmset. Marilyn auf dem roten Teppich. Fast immer ist sie Projektionsfläche: für Glamour, Hollywood oder die Idee eines Stars, der größer geworden ist als der Mensch dahinter. Umso interessanter sind die Gegenstände, die ihr tatsächlich gehörten. Zum 100. Geburtstag der Schauspielerin hat Blancpain jetzt die Kollektion „Ladybird Tribute“ vorgestellt, die auf einer persönlichen Uhr von Monroe basiert. Das Original tauchte erst 2016 wieder auf, als es im Nachlass von Lee Strasberg versteigert wurde. Jahrzehntelang hatte das Schmuckstück abseits der Öffentlichkeit existiert – eine bemerkenswerte Geschichte für einen Gegenstand, der einer der meistfotografierten Frauen des 20. Jahrhunderts gehörte.

Dabei galt Monroe trotz ihres Glamour-Images nicht als große Schmucksammlerin. Umso außergewöhnlicher ist die Uhr, die heute als Vorlage für die neue Kollektion dient. Wer sie ihr einst schenkte, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Eine der bekanntesten Theorien besagt, dass sie ein Geschenk ihres dritten Ehemanns, des Schriftstellers Arthur Miller, gewesen sein könnte. Die Uhr selbst erzählt viel über ihre Zeit. Das längliche Gehäuse aus Platin, die Diamanten und die klaren Art-déco-Linien stammen aus einer Epoche, in der Uhren für Frauen oft eher Schmuck als Instrument waren. Sie wurden getragen, um gesehen zu werden, nicht um Termine einzuhalten.

Mit der „Ladybird Tribute“ hat Blancpain die historische Uhr nun in sieben Einzelstücken neu interpretiert. Jedes trägt einen Buchstaben des Namens MARILYN, jedes besitzt eine eigene Farbe und ein eigenes doppelt gewickeltes Lederband. Unter dem von Art déco inspirierten Äußeren arbeitet moderne Uhrmacherei: Im Inneren schlägt das nur 2,6 Millimeter hohe Manufakturkaliber 510 mit Handaufzug. Das Werk besteht aus 128 Komponenten und 23 Rubinen und bietet eine Gangreserve von 52 Stunden. Die Geschichte der Uhr ist zugleich eng mit der Geschichte von Blancpain verbunden. Das Original stammt aus einer Zeit, in der die Manufaktur von Betty Fiechter geführt wurde. Sie war 1933 die erste Frau an der Spitze einer Schweizer Uhrenmanufaktur und machte Damenuhren zu einem zentralen Bestandteil der Marke. Erstmals öffentlich gezeigt wurde Monroes Uhr 2019 in der Blancpain-Boutique an der Fifth Avenue in New York, gemeinsam mit persönlichen Gegenständen aus ihrem Nachlass.

Die Verbindung zwischen Marilyn Monroe und Blancpain endet allerdings nicht bei dieser einen Uhr. Als die Manufaktur in den 1980er-Jahren ihre Mondphasenanzeige wiederbelebte, erhielt der Mond ein weibliches Gesicht. Auf späteren Damenuhren trägt es sogar einen kleinen Schönheitsfleck in Sternform, eine subtile Anspielung auf eines der berühmtesten Markenzeichen Hollywoods.

Fotos: Blancpain

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