Der neue Trenchcoat: Victoria Beckhams Antwort auf britisches Wetter
Für ihre neueste Kooperation arbeitet Victoria Beckham mit Mackintosh, dem Spezialisten für wetterfeste Mäntel. Historisches Handwerk trifft auf zeitgenössische Silhouetten. Der ikonische Trenchcoat wird dabei neu interpretiert.

Regen in London ist kein Wetter, sondern ein Zustand. Und wer ihn stilvoll überstehen will, braucht mehr als einen Schirm. Designerin Victoria Beckham hat das längst verstanden. Jetzt liefert sie gemeinsam mit Mackintosh eine exklusive Outerwear-Kollektion auf den Markt - sechs Mäntel und Jacken, die britische Funktion mit moderner Präzision verbinden. Die Capsule ist Teil von Beckhams Resort-2026-Linie und konzentriert sich ganz auf ein Thema: Oberbekleidung. Statt ein komplettes Runway-Universum zu entwerfen, wird hier fokussiert. Im Zentrum steht der neu interpretierte Trenchcoat - jenes Kleidungsstück, das wie kein anderes für britischen Stil steht. Dazu kommen ein klar geschnittener Caban-Mantel und ein reduzierter Bomber. Drei Silhouetten, sechs Modelle, eine klare Idee.


Mackintosh, 1824 gegründet und berühmt für seine wasserabweisende, gummierte Baumwolle, liefert die technische Basis. Beckham übernimmt die formale Kontrolle. Ihre Handschrift zeigt sich in scharf definierten Schultern, präzise austarierten Längen und einer markanten „B“-Schnalle am Gürtel des Trenchcoats.
Gedreht wurde die Kampagne auf Barnbougle Castle in Schottland. Die Kulisse ist kein Zufall: Stein, Meer, Wind, eine Umgebung, die den funktionalen Ursprung der Mäntel unterstreicht. Diese Stücke sind nicht als nostalgische Reminiszenz gedacht, sondern als zeitgemäße Werkzeuge für urbane Wetterlagen.


Die Farbpalette bleibt kontrolliert: Braun, Anthrazit und ein pudriges Rosé. Keine Saisonfarben, keine modischen Experimente. Erst im Inneren zeigt sich ein Kontrast: florale Futter, inspiriert von einem Werk des britischen Künstlers Gary Hume aus Beckhams privater Sammlung. Außen Klarheit, innen ein leiser künstlerischer Verweis.
Was diese Zusammenarbeit interessant macht: Hier treffen fast zweihundert Jahre schottische Regenexpertise auf das zeitgenössische Formbewusstsein einer Designerin, die ihre Silhouette bis ins Detail kontrolliert. Das Ergebnis ist keine Trend-Offensive, sondern eine präzise definierte Mantel-Garderobe.
Kurz gesagt: Es geht um sechs durchdachte Outerwear-Modelle, die britisches Erbe technisch ernst nehmen und es formal zuspitzen. Oder noch klarer: Victoria Beckham und Mackintosh liefern Mäntel für Frauen, die bei Regen nicht improvisieren, sondern vorbereitet sind.




