Denim ohne Drama: Helmut Lang bleibt seiner Linie treu
Jeans stehen im Zentrum der neuen Pre-Fall-Kollektion. Das Fashion-Label setzt auf entspannte Schnitte und klassische Waschungen. Die Kampagne stammt von der Pariser Fotografin Priscillia Saada.

Jeans gehören zu den wenigen Kleidungsstücken, über die man kaum nachdenkt. Man zieht sie an und lebt in ihnen. Irgendwann gehören sie so selbstverständlich zum Alltag wie der Wohnungsschlüssel oder die Lieblingsjacke. Genau an diesem Punkt setzt die neue Denim-Kollektion der Marke Helmut Lang an. Für Pre-Fall 2026 konzentriert sich das Label auf das Wesentliche. Relaxed-Bootcut-Jeans, Denim-Miniröcke und Cropped Trucker Jackets prägen die Kollektion. Hinzu kommen Waschungen in Rinsed Indigo, Vintage Blue, Navy Melangé und Weiß. Der Fokus liegt auf Schnitt, Passform und Material, nicht auf kurzfristigen Trends.
Das ist konsequent. Kaum eine Marke ist so eng mit der Idee verbunden, dass Kleidung funktionieren muss, bevor sie auffällt. Geprägt wurde dieses Verständnis in den 1990er-Jahren von Designer Helmut Lang. Das heutige Label führt diese Handschrift fort. Die Silhouetten fallen locker aus, die Proportionen wirken zeitgemäß, ohne modischen Übermut.


Passend dazu verzichtet auch die Kampagne auf große Inszenierungen. Für die Reihe „Seen By“, in der die Marke Helmut Lang jede Saison eine Fotografin oder einen Fotografen einlädt, hat diesmal die Pariser Fotografin Priscillia Saada die Bilder aufgenommen. Im Mittelpunkt stehen Monika Tatalovic und Ralph Denman. Man sieht sie auf dem Sofa, auf einer Parkbank oder zu Hause nach einem langen Tag. Die Kleidung begleitet diese Momente, statt sie zu dominieren. Und genau das passt zu einer Kollektion, die Jeans nicht neu erfinden will. Sie erinnert daran, warum Denim seit Jahrzehnten funktioniert: Gute Jeans drängen sich nicht in den Vordergrund. Sie werden Teil des Alltags.
Fotos: Helmut Lang
