Das neue Four Seasons auf Mykonos

Die berühmteste Insel Griechenlands ist um eine Adresse reicher. Oberhalb der Bucht von Kalo Livadi entstand ein Resort, das die Architektur eines Kykladendorfs aufgreift und seine Gäste weit über den Strand hinaus auf Entdeckungsreise schickt.

Von Alexander Pfeffer
Four Seasons Hotel Mykonos mit Pool, Terrasse und Blick auf das Meer

Wer auf Mykonos ein Hotel eröffnet, konkurriert nicht nur mit den Mitbewerbern. Er tritt auch gegen das Bild an, das sich die Insel über Jahrzehnte selbst geschaffen hat. Kaum ein griechischer Ort ist so oft fotografiert, beschrieben und inszeniert worden. Das neue „Four Seasons Hotel Mykonos“ versucht deshalb gar nicht erst, Mykonos neu zu erfinden. Es sucht seinen Platz darin.

Der Standort liegt oberhalb der Bucht von Kalo Livadi an der Ostküste der Insel. Statt eines großen Hotelkomplexes entstand auf sechs Hektar ein Ensemble aus niedrigen Gebäuden, Höfen und schmalen Wegen. Der griechische Architekt Nicos Valsamakis orientierte sich an der Struktur eines Kykladendorfs. So wirkt die Anlage weniger wie ein Resort als wie eine Siedlung, die zufällig Gäste empfängt.

94 Zimmer, Suiten und Villen verteilen sich über das Gelände, viele davon mit eigenem Pool. Naturstein, Holz und weiß verputzte Flächen bestimmen die Innenräume. Das Meer bleibt überall präsent.

Kulinarisch setzt das Resort auf unterschiedliche Konzepte. Im „Álef“ kommen Fisch und Fleisch vom Grill auf den Tisch, das „Corbu“ setzt auf italienische Küche. Das „Kafeneo“ begleitet den Tag vom ersten Kaffee bis zum Aperitif, während sich das Leben im „The Beach“ direkt an die Küste verlagert.

Das Hotel versteht sich nicht nur als Rückzugsort, sondern auch als Ausgangspunkt für die Insel. Zu den Ausflügen gehört die Überfahrt nach Delos, jener heute unbewohnten Nachbarinsel, die als Geburtsort von Apollon und Artemis gilt und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Anschließend geht es weiter nach Rhenia, wo Badestopps und Schnorchelausflüge auf dem Programm stehen.

Wer Mykonos lieber an Land erkundet, kann mit einem Guide durch die Gassen von Chora spazieren und versteckte Plätze entdecken oder weiter bis nach Ano Mera und zum Leuchtturm fahren. Eine andere Perspektive bieten Helikopterflüge über die Kykladen. Bodenständiger geht es auf dem Rücken eines Pferdes zu: Die Route zum Fokos-Strand führt über schmale Pfade und Felder bis zu einem der abgelegeneren Küstenabschnitte der Insel.

Und wer nicht nur zum Four Seasons „Ja“ sagen will: Zum Hotel gehört auch eine kleine Kapelle.

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