Barbour trägt jetzt Blüten
Der Tartan gehört zu Barbour wie die Wachsjacke zur britischen Countryside. Für die dritte Zusammenarbeit mit Farm Rio bekommt das Karomuster nun Gesellschaft von tropischen Blüten und Bananenmotiven.

Eine Bananenblüte auf einer britischen Wachsjacke? Was zunächst nach einem ungewöhnlichen Stilbruch klingt, ist die mittlerweile dritte Zusammenarbeit von Barbour und Farm Rio. Für die kommende Saison trifft britische Country-Tradition auf brasilianische Farbenfreude.
Im Mittelpunkt steht dabei ausgerechnet ein Klassiker: der Tartan. Farm Rio hat das traditionelle Karomuster von Barbour neu interpretiert. Eine Variante bleibt mit Braun- und Blautönen vergleichsweise nah am britischen Original, die zweite mischt tropische Blumen mit den charakteristischen Bananenmotiven des brasilianischen Labels. Zwei sehr unterschiedliche Designsprachen, die sich auf Jacken, Steppmodellen und wendbaren Innenfuttern begegnen.




Unter dem Titel „Tropical Greenhouse“ entsteht eine Kollektion für Pre-Spring/Summer 2027, in der die vertrauten Silhouetten von Barbour eine neue Farbigkeit bekommen. Zum Sortiment gehören wetterfeste Jacken, gesteppte Modelle, Overshirts und wendbare Liner, dazu Strick, Röcke, Kleider und Accessoires. Florale Innenfutter, kontrastierende Abschlüsse und gemeinsame Markenlogos ziehen sich durch die Stücke. Die Funktionalität der britischen Outerwear bleibt erhalten, wird aber von Farm Rios expressiver Handschrift aufgebrochen.
Die beiden Marken bringen sehr unterschiedliche Geschichten mit. Barbour wurde 1894 in South Shields gegründet. John Barbour stattete ursprünglich Fischer, Seeleute und andere Menschen aus, die dem rauen Wetter an der englischen Küste ausgesetzt waren. Farm Rio nahm 1997 einen ganz anderen Anfang: Katia Barros und Marcello Bastos gründeten das Label mit einem kleinen Stand auf einem Markt in Rio de Janeiro. Aus den farbenprächtigen Prints und der brasilianischen Lebensfreude entwickelte sich eine international präsente Modemarke.

Heute ist Barbour in mehr als 55 Ländern vertreten. Die britische Marke hält an ihren Archiven und an der Reparaturtradition ihrer Wachsjacken fest. Mit „Wax for Life“ setzt sie seit 2020 auf Wiederaufbereitung, Nachwachsen und Reparatur, um die Lebensdauer der Jacken zu verlängern. Farm Rio wiederum engagiert sich mit seinem Programm „1000 trees a day, every day“ für die Wiederaufforstung brasilianischer Landschaften. Nach Unternehmensangaben wurden damit bereits mehr als eine Million Bäume gepflanzt. Die neue Kollektion erzählt von zwei Marken, die ihre Herkunft nicht ablegen müssen, um sie neu zu interpretieren. Manchmal reicht dafür ein anderes Karomuster. Und eine Banane.
Fotos © Barbour
